Niedriger Blutdruck beim Menschen

Niedriger Blutdruck beim Menschen

Manche Menschen leiden an niedrigem Blutdruck, der von den Ärzten auch als Hypotonie bezeichnet wird. Dabei unterschreitet der Blutdruck einen bestimmten vordefinierten Messwert. Die typischen Anzeichen dafür sind kalte Hände und Füße, Schwindelgefühle und Müdigkeit. Eine Ursache dafür können aber auch verschiedene andere Haupt- oder Begleiterkrankungen sein. Zum Beispiel Probleme mit dem Herzen und Kreislauf oder Medikamente, die sich negativ auf unseren Blutdruck auswirken. Hypertonie ist besonders bei Frauen in den jüngeren Generationen anzutreffen.

Unterschieden wir aus medizinischer Sicht, auch der dauerhaft oder kurzzeitig niedrige Blutdruck, auch orthostatische Hypotonie genannt. Der niedrige Blutdruck tritt hier besonders bei Stress oder in warmen Räumen auf, die man betritt. Der Körper braucht einige Zeit, um sich zu klimatisieren. Bei längeren Phasen des Stehens, hat der Mensch dann schon mal ein Kribbeln in den Beinen. Dies ist auf orthostatische Hypotonie zurückzuführen, bei der das Blut sich in den unteren Teilen des Körpers ansammelt. Unser Gehirn wird dabei mit weniger Sauerstoff versorgt als üblich, was sich auch in Müdigkeit und Gähnen äußern kann.

Ist Hypotonie gefährlich?

In der Regel hat niedriger Blutdruck keine andere negativen Wirkungen als bereits beschrieben. In schweren Fällen kann Hypotonie aber zu Unfällen, Ohnmacht, Sehstörungen und Ohrensausen führen. Das kann natürlich, zum Beispiel beim Führen eines Fahrzeugs, zu einem ernsten Problem werden. Bei einer Ohnmacht kann sich der Mensch durch liegen schnell erholen. Ärzte empfehlen bei niedrigem Blutdruck vor allem Sport, Kalt/Warm im Wechsel duschen und durch ausreichendes Trinken, dem Flüssigkeitsmangel vorzubeugen. In extremen Fällen werden die Betroffenen aber auch mit Medikamenten behandelt, das entscheidet der Arzt von Fall zu Fall und Notwendigkeit.

Permanenter niedriger Blutdruck muss nicht als Krankheit angesehen werden, denn dieser erhöht, im Gegenteil, sogar unsere Lebenserwartung. Zum Vergleich: Hoher Blutdruck ist dagegen wesentlich schlimmer bei uns Menschen und kann unsere Blutgefäße schädigen.

Vorkommen von Hypotonie

Niedriger Blutdruck wird beim Blutdruckmessen festgestellt. Nicht alle Menschen sind gleich von Hypotonie betroffenen, sondern es gibt bestimmte Gruppen, bei denen niedriger Blutdruck häufiger vorkommt.

Dazu zählen vor allem:

  • Kinder in der Pubertät, vorzugsweise Mädchen
  • Schwangere Frauen
  • Bulimie kranke Menschen
  • Alte Menschen
  • Menschen, die viel sitzen oder liegen müssen

Sicherlich ist Hypotonie auch bei an anderen Menschen zu finden, die nicht in diese Gruppen passen – doch eher seltener! Falls man in eine dieser Gruppen fällt und ähnliche Symptome bei sich feststellen kann, so kann in der Regel auch schon der Hausarzt mit guten Tipps für niedrigen Blutdruck in seiner Praxis weiterhelfen.

Unterschiede aus medizinischer Sicht

Ein niedriger Blutdruck kann, wie eingangs kurz erwähnt, von kurzer oder langer Dauer sein. Dabei unterscheidet der Mediziner grundlegend nach zwei Arten der Hypotonie beim Menschen. Beide sind jedoch, je nach Intensität, relativ ungefährlich bis sogar gesund für uns Menschen.

Primäre Hypotonie

Hier liegt ein chronisch niedriger Blutdruck vor, der besonders bei jungen schlanken Menschen und Frauen auftritt. Ursache dafür kann zum Beispiel der Körperbau und die körperliche aber auch seelische Verfassung des Menschen sein. Verschiedene Erbfaktoren und äußerliche Einflüsse können dabei jedoch ebenso eine Rolle spielen, wie Infekte und Krankheiten. Bei sehr niedrigem Blutdruck wird der Mensch häufig ohnmächtig oder bekommt Kopfschmerzen.

Orthostatische Hypotonie

Die orthostatische Hypotonie tritt meistens nur kurzzeitig auf. Besonders nach langem Stehen oder Liegen, wenn der Mensch auf einmal seinen Zustand wechselt. Die Regulation des Blutdrucks wird dabei eingeschränkt und unser Gehirn mit weniger Sauerstoff versorgt. Die Symptome für eine orthostatische Hypotonie sind die Gleichen, wie bei einer primären Hypotonie.

Erst wenn die orthostatische Hypotonie zu einem dauerhaften und ernsthaften Problem wird, sollte man einen Arzt konsultieren. Die meisten harmlosen Fälle dieser Form des niedrigen Blutdrucks, müssen jedoch nicht behandelt werden und sind auf ihre Weise auch natürlich.