Niedriger Blutdruck in der Schwangerschaft

Niedriger Blutdruck in der Schwangerschaft – gefährlich? – Tipps und Möglichkeiten der Abhilfe für Schwangere

Niedriger Blutdruck – Leiden werdende Mütter unter häufig auftretenden Schwindelanfällen kann oftmals ein niedriger Blutdruck die Ursache dafür sein. Während der Schwangerschaft sind Schwindelgefühle normal. Allerdings besteht die Gefahr, dass Mutter und Kind sich ernsthaft verletzen, wenn die Frau infolge eines Anfalls stürzt. Ein niedriger Blutdruck kann bei extrem schlanken werdenden Müttern für Entwicklungsstörungen beim Kind sorgen. Schwangere Frauen sollten ihren Blutdruck regelmäßig von ihrem Arzt überprüfen lassen.

Der Arzt misst die Höhe des Blutdrucks in den Arterien während eines Herzschlages und in der Pause zwischen zwei Herzschlägen. Daher besteht ein Blutdruckergebnis immer aus zwei Zahlen. Die Erste gibt den systolischen Blutdruck an. Dieser Wert steht für den Druck, den das Herz ausübt, um das Blut durch die Arterien in den ganzen Körper zu pumpen. Die zweite Zahl steht für den diastolischen Blutdruck. Dieser Wert gibt Auskunft darüber, welcher Druck in den Blutgefäßen während der Entspannungsphase des Herzens zwischen zwei Schlägen herrscht. Von einem normalen Blutdruck spricht man bei Blutdruckwerten von 120/80 mm/Hg. Liegt einer der beiden Werte unter dem Normalwert, gilt dies als niedriger Blutdruck oder anders ausgedrückt als Hypotonie.

Der Blutdruck kann variieren

Die Höhe des Blutdrucks hängt von verschiedenen Faktoren ab: Körperposition, Atemrhythmus, Stress Level und körperlicher Verfassung.  Er wird beeinflusst durch die Einnahme von Medikamenten und dadurch was eine Person isst und trinkt. Die Tageszeit spielt ebenfalls eine Rolle. Der Blutdruck ist normalerweise nachts am niedrigsten und steigt beim Aufwachen steil an.

Was für manche Menschen ein niedriger Blutdruck ist, kann für andere völlig normal sein. Sportler haben einen niedriger Blutdruck und einen langsameren Herzschlag. Das Gleiche gilt für Nichtraucher und normalgewichtige, sich gesund ernährende Menschen. Bei untrainierten, rauchenden oder übergewichtigen Menschen ist dies nicht so. Ist niedriger Blutdruck nicht mit Symptomen wie Müdigkeit, verminderte Leistungsfähigkeit, Lustlosigkeit, depressiven Verstimmungen, Antriebsschwäche, Erschöpfungszuständen oder einem verstärkten Kälteempfinden verbunden, ist er nur ein Abweichen vom Normalwert.

Niedriger Blutdruck in der Schwangerschaft

Während der Schwangerschaft pumpt das Herz der Frau mehr Blut pro Minute in den Körper. Die Blutmenge im Körper erhöht sich um 40 bis 45 Prozent. Gleichzeitig erweitern sich die Blutgefäße und der Blutdruck sinkt. Verantwortlich hierfür ist das Hormon Progesteron. Es macht nicht nur die Venen geschmeidiger, sondern vor allem die Gebärmutter.

Ein weiterer Auslöser für niedriger Blutdruck ist das zunehmende Gewicht des Babys. Es drückt auf die Venen im Beckenbereich und erschwert den Blutfluss zum Herzen hin. Weniger Blut fließt zurück ins Gehirn der Mutter. Daher kann ein niedriger Blutdruck in der Schwangerschaft auch für Probleme beim Sehen verantwortlich sein.

Der systolische Wert sinkt in den ersten 24 Wochen der Schwangerschaft um 5-10 mm Hg. Der Diastolische sinkt um 10 bis 15 mm Hg. In der Mitte der Schwangerschaft ist ein niedriger Blutdruck normal. Danach erholen sich die Werte bis zur Geburt wieder.

Ein erhöhtes Risiko, dass ihre Kinder missgebildet zur Welt kommen, tragen stark untergewichtige Frauen mit geringer Muskelmasse. Diese Frauen versorgen ihren Körper nicht ausreichend mit Nährstoffen. Als Reaktion darauf fährt der Körper den Energieverbrauch herunter. Niedriger Blutdruck ist die Folge. Der Uterus der Schwangeren wird schlecht durchblutet. Das Wachstum des Fötus kann negativ beeinflusst werden.

Die häufigste Ursache für niedriger Blutdruck ist auch in der Schwangerschaft die Dehydration. Dies geschieht besonders an heißen Tagen. Die Blutgefäße erweitern sich. Starkes Schwitzen führt zu Flüssigkeitsmangel. Wird diese Flüssigkeit nicht ersetzt, beeinflusst dies die Blutzirkulation nachhaltig. Ein niedriger Blutdruck ist die Folge. Beschwerden wie Müdigkeit und Abgeschlagenheit treten auf.

Niedriger Blutdruck. Was ist zu tun?

  1. Fühlen Sie sich aufgrund eines niedrigen Blutdrucks in der Schwangerschaft schwindelig, legen Sie sich hin und legen Sie die Beine hoch. Das in den Beinen angestaute Blut kann so in die oberen Bereiche des Körpers fließen. Das Gehirn wird wieder mit genügend Sauerstoff versorgt.
  2. Das Tragen von Kompressionsstrümpfen erleichtert den Blutfluss zum Herzen.
  3. Bringen Sie Ihren Kreislauf mit Wechselduschen in Schwung. Hören Sie möglichst mit einer kalten Dusche auf.
  4. Machen Sie Sport. Bewegung tut ihrem Kreislauf gut. Laufen oder schwimmen Sie. Gehen Sie spazieren oder fahren Sie Rad.
  5. Essen Sie mehr Salziges, das hält den Blutdruck stabil.
  6. Schlafen Sie ausreichend und lassen Sie sich beim Aufstehen Zeit. Strecken Sie Arme und Beine ausgiebig. Setzen Sie sich langsam auf.
  7. Besprechen Sie mit Ihrem Arzt, welche homöopathischen Mittel Ihnen gegen niedriger Blutdruck helfen können.
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